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Das Erdvolk von Rokh
Die Herren der Hallen
Die Meister der Stollen
1. Das Volk der Zwerge
Zwerge unterscheiden sich äußerlich vor allem durch zwei Merkmale von herkömmlichen Menschen. Zum einen durch die (nur bei den männlichen Exemplaren!) sehr ausgeprägte Kinnbehaarung und zum anderen durch die geringe Körpergröße und den gedrungenen, kräftigen Körperbau, den beide Geschlechter aufweisen.
Ein normal gewachsener Zwerg geht einem normalgewachsenen Menschen ungefähr bis zur Brust. Aber genau wie es bei den Menschen große und kleine gibt, gibt es auch große und kleine Zwerge. Aber ein ganzes Stück kleiner als Menschen oder Elfen sind die Zwerge im Durchschnitt allemal.
Aber ein Vorteil gegenüber zumindest den Menschen ist, daß die Zwerge älter werden als diese, nämlich mehrere hundert Menschenjahre. Die mittlere Lebenserwartung eines Zwerges liegt bei 500 Jahren. Aber das ist nur ein Anhaltswert. Manche Zwerge sterben schon mit 300, andere werden 700 Jahre alt, ehe die Götter sie zu sich zu rufen. Während seines Lebens zeigt ein Zwerg gerne, daß er ein Meister seines Fachs ist und daß es ihm gut geht. Dementsprechend liebt er prächtige Kleidung aus wertvollen Stoffen, die reich mit Borte und ähnlichen Schnickschnack versehen sind. Hauptsache der Nachbar wird neidisch.
Für den Schmuck gilt das gleiche wie für die Kleidung. Möglichst protzig eben, aber möglichst erlesen und selten und dadurch wertvoll geht auch.
Im Privatleben sind Zwerge monogam und sehr sturköpfig. Wenn sie sich einmal eine Frau oder entsprechend einen Mann in den Kopf gesetzt haben, dann werben sie so beharrlich, bis der oder die Betreffende einwilligt. Diese Verbindung hält dann auch meist ein Zwergenleben lang. Beide, Zwerg und Zwergin, sind dann gleichberechtigte Partner, die praktisch eine Wohn- und Arbeitsgemeinschaft bilden.
Innerhalb dieser Zwergenfamilien ist die Geburtenrate in Anbetracht der Lebenserwartung sehr niedrig. Zwergenfrauen und -männer kümmern sich in der Regel lieber um ihr Handwerk als um kleine Zwergenbalgen. Allerdings kommt im langen Leben eines Zwerges dann doch ein- oder zweimal die Sehnsucht nach dem Geräusch von kleinen, trampelnden Zwergenfüßen und gerupften Bärten. Seltsamerweise können Zwerginnen nur schwanger werden, wenn sie im Einklang mit ihrem Partner diese Sehnsucht verspüren. Allerdings nervt der kleine Zwerg bald durch sein Getrappel und durch das Bartzupfen, daß die Eltern, nachdem der Kleine endlich die Familie verlassen hat, entnervt beschließen, diese Erfahrung nie wieder zu wiederholen. Aber nach ein paar Jahrzehnten kommt diese Sehnsucht wieder, die Erinnerung hat inzwischen alles verklärt und Kind Nr.2 kommt zur Welt.
Wenn dann endlich wieder Ruhe in der Wohnhöhle eingekehrt ist, schwört das Zwergenpaar sich nach dieser erneuten leidvollen Erfahrung nie wieder ein Kind zu zeugen und hält sich auch meist daran. Selten wird einer Familie ein drittes Kind geboren, es kommt aber vor. Ein viertes Kind allerdings wird als pervers angesehen und von einer Familie mit fünf Kindern hat man noch nie gehört.
Dementsprechend wächst das Volk der Zwerge nur sehr langsam und das Wort "Überbevölkerung" gibt es nicht in der Zwergensprache.
Im Allgemeinen sind Zwerge sehr neugierig und daneben noch begabte Handwerker. Es ist, als wenn sie bei ihrer Erschaffung für ihre geringe Größe einen gewissen Ausgleich mit diesem allen Zwergen innewohnenden handwerklichen Talent bekommen hätten. Auf alle Fälle hört ein Zwerg niemals auf zu lernen. Schon als Kleinzwergenkind braucht der Zwerg immer eine Beschäftigung für seine Hände und stromert (oft zum Unbill der Meister) durch die Werkstätten und über die Marktplätze und nervt durch seine beharrlichen Fragen. Es wird allerdings geduldet, weil der junge Zwerg dadurch einen Überblick über die Möglichkeiten seines späteren Lebens bekommt. Meist findet der junge Zwerg auch eine Tätigkeit, die ihn mehr als alles andere fasziniert und fortan wird sein Bestreben sein, ein Meister seines Fachs zu werden und allen anderen Zwergen zu beweisen, daß er eigentlich der größte Könner auf dem Gebiet seiner Wahl ist! Dieser Ehrgeiz läßt den Wissensdurst des Zwerges auch bis ins hohe Alter hinein nicht ruhen und einmal herausgefundene Techniken, egal welcher Art, verrät der Meister höchstens seinen Meisterlehrlingen, aber niemals anderen Meistern.
Zurück zum jungen Zwerg, der sich für eine Tätigkeit entschieden hat. Um selber Meister werden zu können, muß sich der Zwerg einen Meister suchen, der bereit ist, ihn auszubilden. Der Meister beantragt die Mitgliedschaft dieses Zwerges in der betreffenden Gilde (reine Formsache) und ist dann verantwortlich für die Ausbildung des Zwerges, auch in den Belangen, die das gewählte Handwerk nicht angehen: Solche profanen Künste wie die Grundrechenarten und das Lesen und Schreiben etwa (Zwerge sind eitel, auf jedem gefertigten Stück muß an unauffälliger Stelle der Name des Zwerges prangen, der dieses Stück herstellte) werden aber meist vom Meister an seinen Gesellen delegiert. Die Gesellen sehen dies als Strafe an, was der Meister auch weiß und ausnutzt.
Die "schwarzen Schafe" unter den Jungzwergen, die sich bis zu einem bestimmten Alter nicht für ein Handwerk entscheiden konnten, werden von ihren Eltern der Gilde der Priester und Magier übergeben, da das Talent dieser Zwerge meist auf geistiger Ebene liegt und dort am besten ausgebildet werden kann. Solche Zwerge stellen dann entweder die Zwergenpriester oder machen sich als Magier selbständig. Bleiben aber auch in diesem Falle weiterhin mit der Gilde verbunden und sind letztendlich doch keine "schwarzen Schafe".
2.a. Die Bevölkerung: Unterteilung der Gilden
Das Gildenwesen ist das bestimmende Element im Leben der Zwerge. Alle Zwerge sind in Gilden organisiert, die das Miteinanderleben der Zwerge organisieren. Wie ein Zwerg zu seiner Gilde kommt, ist ein weiter oben schon geschildert, der Austritt aus der Gilde erfolgt in der Regel durch den Tod des Zwerges.
Infolgedessen seien nur kurz die größten und wichtigsten Gilden kurz skizziert:
I. Die Gilde von Vacharoth.
In ihr haben sich die Steinmetze organisiert. Ihre Aufgabe ist das Anlegen der Höhlen und Gänge zum wohnen und vor allem der Bergbau nach wertvollen Metallen.
II. Die Gilde von Lingurroth umfaßt die Metallhandwerker.
Besonders berühmt sind die Schmiede der Gilde für ihre Kunstfertigkeit. Aber auch das Herstellen von Waffen und Werkzeugen gehört zu den Aufgaben dieser Gilde.
III. Die Gilde von Dagoroth stellt die Krieger der Zwerge.
Als gefürchtete Axtkämpfer genießen diese Kämpfer einen ausgezeichneten Ruf. Ihre Aufgabe ist der Schutz der Bingen vor äußeren Feinden und den Schutz der zwergischen Händler.
IV. Die Gilde von Brokdoroth stellt schließlich die Händler.
Das Talent der Mitglieder dieser Gilde ist der Umgang mit Waren an sich und ihre Aufgabe ist die Versorgung der Bingen mit lebensnotwendigen Gütern wie etwa Lebensmitteln und Stoffen einerseits und andererseits dienen die Händler auch als Nachrichtenvermittler aus der Welt der Großen.
V. Die Gilde von Telgaroth ist die Gilde der Magier und Priester.
Ihre Aufgabe ist der Umgang mit den Göttern, deren Namen an der Oberfläche nicht genannt werden dürfen. Und da die Magie der Zwerge von diesen Göttern abhängt, gehört auch das Ausüben der Zwergenmagie in den Bereich dieser Gilde. Die Magier der Gilde arbeiten z.B. oft mit den Schmieden zusammen, um etwa die berühmten magischen Artefakte der Zwerge herzustellen. Weiterhin verwaltet und archiviert diese Gilde das Wissen der Zwerge und das von den Händlern gebrachte Wissen um die Geschehnisse der Draußenwelt.
Die Gildenorganisation und Finanzierung wird von den Mitgliedern der Gilde getragen, entweder durch Arbeiten speziell für die Gilde oder durch Bezahlen einer Art Mitgliedsbeitrag, den jeder Zwerg, je nach seinem Vermögen aufbringt. Die Verbundenheit der Zwerge mit der Gilde ist so groß, daß hierbei kaum Betrug vorkommt. Die Leitung der Gilde hat der jeweils amtierende Hallenmeister inne. Er hat auch das Recht, einzelne Aufgaben an die Mitglieder der Gilde zu delegieren. Die so belasteten Zwerge werden dann zum Ausgleich entweder von ihrem Mitgliedsbeitrag freigestellt oder aus Gildenmitteln finanziert.
2.b. Das Wappen 
Farbschlüssel: Berge: Schwarz. Rand, Hammer, Amboß: Gold Himmel: Hellblau
Das Wappen hat die Form eines an der Oberseite planen Schildes, dessen nach außen schwingende Seiten an der Unterseite zu einer Spitze zusammenlaufen. Der Rand dieses Wappenschildes ist in Gold gehalten, der Farbe des Metalls, das bei Zwergen und Menschen immer noch als Sinnbild bergbauerischen Reichtums gilt. In der Mitte des Wappens ragen drei schwarze Bergspitzen in einen blauen Himmel. Diese Berge stehen für die Heimstatt der Zwerge. Die schwarze Farbe der Berge symbolisiert die zwergische Unabhängigkeit von Lichtquellen, von denen die meisten anderen Lebewesen abhängen. Der blaue Himmel zeigt an, daß sich die Zwerge aber durchaus bewußt sind, daß noch etwas anderes, total von ihnen Verschiedenes außerhalb ihrer Höhlen auf der Welt existiert.
Aus Gold ist das eigentliche Symbol der Zwerge, der Amboß mit dem Hammer. Er ragt über dem Gebirge auf und dominiert das Wappen. Er versinnlicht die Macht und das Talent der Zwerge als unübertroffenen Handwerker.
2.c. Wirtschaft und Handel
Ackerbau und Viehzucht sind den Zwergen verhaßt und somit sind sie auf den Handel mit der Welt außerhalb des Berges, der sogenannten Draußenwelt, angewiesen. Allein die Baukunst steht bei den Zwergen in hoher Blüte. Da aber jeder Zwerg Interesse an diesem Gebiet zeigt, ist das Brauen nicht in der Gilde organisiert, sondern so gut wie jeder Meister braut in seiner Freizeit sein eigenes Bier. Bier ist auch schon bei jungen Zwergen sehr beliebt und gutes Bier wird in der Regel sogar als Zahlungsmittel akzeptierst.
Die Beschaffung der notwendigen Handelsgüter unterliegt der Gilde der Händler, der Zwerge von Brokdoroth. Eine besondere Ausbildung erlaubt den Zwergen dieser Gilde den längeren Aufenthalt in der Draußenwelt, den normalerweise jeder Zwerg scheut.
Falls ein Zwerg irgendeine Sache aus der Welt der Großen benötigt, beauftragt er einen Händlermeister seiner Wahl ihm das Entsprechende zu besorgen. Dieser Meister gibt die Bestellung an die Gilde weiter, die die Zwergenhandelskarawanen und Draußenkontore koordinieren. Das Objekt der Begierde wird irgendwie besorgt (bei Lebensmitteln hilft die Zwergenmagie weiter, einige der Zauberer sind reine Meister der Konservierung!) und an den Zwerg, der bestellt hatte, weitergeleitet. Die Bezahlung richtet sich nach dem Aufwand der Beschaffung, d.h. wieviel von was mußte wieweit her geholt werden und wieviele Soldaten und Magier mußten währenddessen für ihre Dienste entlohnt werden.
Ehrlichkeit wird dabei unter den Zwergen großgeschrieben, ein betrügerischer Händler oder gar ein knauseriger Zwerg sind in der Zwergenlogik undenkbar.
Beim Handel zwischen Zwergen dient alles, was aus Edelmetallen hergestellt wurde, als Zahlungsmittel. Ebenso alle handwerklichen Erzeugnisse und das obig erwähnte Bier. Zwergenhandel unter sich gleicht so auch eher einem Tauschhandel denn der Wirtschaft der Menschen ("Ich haue Dir Deine Wohnung nach Deinen Wünschen aus, wenn ich dafür eine soundso Axt von Dir geschmiedet bekomme..." oder "Wenn Du mir soundso viele Krüge Deines Bieres braust, bringe ich Dir von meiner nächsten Reise an die Draußenwelt soundso viel Pfeifenkraut mit...").
In der Menschenwelt bezahlen die Zwergenhändler meist mit Gold oder Silber, das sie sich entweder durch den eigenen Bergbau oder durch den Verkauf von typischen Zwergenprodukten aus dem Bereich der Metallurgie beschaffen. Zwergenbier wird allgemein als zu fein für menschliche Kehlen angesehen und lieber selbst getrunken.
2.d. Siedlungsform
Die Zwerge sind die einzigen Wesen von denen man mit Recht sagen kann, sie leben im Gebirge. Zwergensiedlungen sind ein aufwendiges System aus Höhlen und Gängen, die durchaus komfortabel gehalten sind und in denen die meisten Zwerge ihr gesamtes Leben verbringen. Diese Siedlungen nennen die Zwerge selbst "Bingen" und die Grundstruktur ist immer gleich. Eine Binge ist in verschieden Teile, die sogenannten "Roth" geteilt, die von den jeweiligen Gilden bewohnt werden. Alle Gildenroths sind in allen Bingen vertreten. Der Ausdruck "die Zwerge von Vacharoth" benennt also nicht die Zwerge einer bestimmten Gegend im Zwergenreich, sondern alle Zwerge in allen Vacharoths in allen Bingen. Jedoch verfügt jede Gilde über eine Hauptbinge, wo sie ihren Schwerpunkt hat und in der sich zum Beispiel die zentralen Schulungseinrichtungen, ihre Schätze und schließlich, in der Regel, auch der Gildenmeister befindet.
Die Ur-Binge, in der nach den Sagen de Zwerge die ersten Zwerge von Vacharoth aufgetaucht sind, ist dabei der Sitz der "Regierung". Ihre Lage unter dem Berg ist geheim.
Manche Bingen haben oberhalb ihrer Binge, an der Oberfläche, ein Handelszentrum mit festen zwergischen Händlern eingerichtet, um somit leichter an die begehrten Draußenweltlerwaren heranzukommen.
2.e. Ränge und Titel
Ein Zwerg wird als Wichtel in eine Gilde aufgenommen, das ist eine Art Probezeit, ob er auch wirklich in die gewählte Gilde paßt. Als Wichtel kann er noch die Gilde verlassen, später gehört er auf Lebenszeit dazu. Hat der Zwerg die Wichteljahre hinter sich, wird er zum Lehrling bei seinem Meister. Denkt der Zwerg nun, daß er genügend gelernt hat, meldet er sich zu einer Prüfung seiner Kenntnisse an.
Fällt diese Prüfung positiv aus, darf er sich Geselle nennen und weiter in die Geheimnisse seines Handwerks eindringen. Am Ende der Gesellenzeit steht wieder eine Prüfung und der Titel des Meisterlehrlings. Der Zwerg ist nun schon ganz schön weit und nur noch ein Test seiner Fähigkeiten trennt ihm vom begehrten Rang eines Grubenmeisters. Allerdings schaffen die wenigsten der Zwerge diese Prüfung. Denen, die sie schaffen ermöglicht dieser erste Meistertitel selbständiges Arbeiten, verantwortungsvolle Aufgaben und damit Status innerhalb der Gilde und nun auch selbst die Ausbildung von Schülern.
Falls dies aber noch nicht genug ist, kann der Zwerg, so er die entsprechende Begabung hat, noch zum Stollenmeister aufsteigen. Diesen Titel bekommen die Zwerge unter Berücksichtigung nicht nur ihrer handwerklichen Fähigkeiten, vielmehr müssen Stollenmeister auch administrative und organisatorische Aufgaben übernehmen können. Unter den Stollenmeistern schließlich werden die Fähigsten zu Hallenmeister ernannt. Aber die Begabung und die Fähigkeiten für diesen Rang sind so selten, daß meist pro Gilde nur ein Hallenmeister vorhanden ist. Zu den Aufgaben des Ranghöchsten in der Gilde gehört auch die Leitung derselben.
Über den Gildenmeistern steht dann nur noch der Meister , der die Tätigkeiten der verschiedenen Gilden koordiniert und damit praktisch der Herrscher des Zwergenreiches ist. Der Meister ist der Ranghöchste der reichsten Gilde, denn Reichtum ist den Zwergen der Indikator für die Fähigkeiten und Begabungen und nur der, der seine Gilde so zu steuern vermag, daß diese alle anderen Gilden im Wohlergehen und Wohlstand überflügelt, darf (oder muß!) sein Talent in den Dienst des gesamten Volkes stellen, auf das es dem gesamten Volke wohl ergehe. Der momentane Herrscher (wie auch die vorhergehenden) stellt die Gilde von Vacharoth und er trägt den Namen: Meister Gimboldur.
Übertragen auf die Followränge sieht das Rangsystem so aus:
Anwärter / Schüler = Wichtel
Gefolgsmann = erst Lehrling, dann Geselle
Knappe = Meisterlehrling
Lehnsmann = Grubenmeister, dann Stollenmeister
Edler = dann Hallenmeister
Herrscher = Der Meister
Jeder Zwerg erhält beim festen Eintritt in der Gilde (also mit dem Lehrlingsstatus) einen Anhänger mit den Symbolen der Gilde und dem Wappen des Zwergenvolkes. Mit jeder bestandenen Prüfung hat er das recht seinem ursprünglichen Anhänger einen weiteren, kleineren Anhänger hinzuzufügen. Jeder Zwerg hat die Möglichkeit seine Kunstfertigkeit und seinen Reichtum an dem Anhänger auszulassen. Nur die Zahl der kleineren Ranganhänger darf dabei nicht verändert werden (und das Wappen sollte auch noch zu erkennen sein und nicht im Zierrat untergehen)..
2.f. Regierung und Gerichtsbarkeit
Die Regierung der Zwerge bilden eigentlich die Gilden und vor allem der Meister, den jeder Zwerg mit mindestens Lehrlingsstatus im sogenannten Zwergenrat mit seinen Problemchen nerven kann. Ob der Meister darauf reagiert, bleibt diesem überlassen. Schließlich ist er der Meister. Der Zwergenrat wird von den Hallenmeistern einberufen, wenn diese glauben mit einem Problem konfrontiert zu sein, daß sie alleine nicht lösen können. Aus alter Tradition hat dann, nachdem dieses Problem von dem Meister gelöst wurde, jeder Zwerg das Recht öffentlich seinen Beschwerden vor dem Meister vorzubringen. Aufgrund der Zwergenmentalität (Sturkopf und große Eloquenz beim Verwünschen) meist eine recht lustige Veranstaltung für die zahlreichen Zuschauer.
Finanziert wird dieses Regierungssystem aus Steuern, die die verschiedenen Gilden an den Meister entrichten müssen, damit er und sein Stab sich unbeschränkt der Last des Regierens und Machtausübens hingeben können. Die Gilden wiederum geben einfach einen Teil ihrer Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen aller Zwerge weiter.
Alle Zwerge klagen übrigens über die hohen Beiträge, die sie an ihre Gilde entrichten müssen. Alle Gilden hingegen klagen immer über zuwenig flüssige Mittel und über die hohen Steuern, die sie dem Meister und seiner Regierung entrichten müssen.
Und der Meister klagt auch regelmäßig über leere Staatskassen und spricht beängstigend oft von Steuererhöhungen. Alles wie in jedem anderen Staat auch.
Zum Rechtssystem bleibt zu sagen, daß ernsthafte Streitigkeiten der Zwerge untereinander die jeweiligen Gilden regeln. Ernsthafte Streitigkeiten zwischen den Gilden regelt der Meister und ernsthafte Streitigkeiten mit den Nachbarreichen regeln die Krieger.
Die begehrten Zwergenwaren und Schätze ziehen natürlich auch Wesen an, die sich ohne zu bezahlen in den Besitz dieser Dinge bringen möchten. Das zu verhindern ist ebenfalls die Aufgabe der Gilde der Krieger, nicht nur die Vertretung der außenpolitischen Interessen des Zwergenherrschers.
Das Handwerkzeug des Zwergenkriegers besteht meist aus Helm, Kettenhemd und diversen Äxten, in dessen Gebrauch die Zwerge wahre Meister sind. Äxte findet man übrigens bei vielen Zwergen in fast allen Gilden, auch wenn nicht alle Meister im Gebrauch dieser Waffe sind, da sich viele Zwerge sagen, daß sie eher überfallen werden, wenn sie unbewaffnet auftreten.
Die Außenpolitik bleibt dem Meister und seinen persönlichen Ratgebern (meist Stollenmeister der verschiedenen Gilden) vorbehalten.
3. Brauchtum und Kultur: Mythologie, Götter und Religion
Die Religion ist ein Gebiet, von dem alle Zwerge glauben, daß man den Draußenweltlern nicht trauen kann und deshalb hüllen sich die Zwergenpriester in Schweigen und selbst der Chronist dieser Zeilen darf nicht gegen sein Gelübde verstoßen und zuviel davon künden, ehe die Götter, die "Namenlosen von Goth" entscheiden, daß die Zeit dazu reif ist. Soviel kann gesagt werden: die Zwergenmagie, die man in der Drau0enwelt mitbekommt, beruht auf den Kräften der "Namenlosen". Diese Götter verleihen ihre Kräfte an bestimmte Zwerge, die dafür den Göttern gewisse Leistungen bringen müssen. Dies sind nicht die eigentlichen Priester, sondern die Magier, die dennoch zur Gilde der Priester gehören, aber auf eigene Rechnung arbeiten, meist für die Händler und die Krieger.
Die Priester selbst sorgen für das Wohlergehen der Volkes Zuhause. So werden die "Namenlosen von Goth" oft vor dem Beginn einer aufwendigen Arbeit im Beisein des Priesters mit einem Opfer für das Unterfangen gewogen gemacht.
Eines der wichtigsten Elemente in der Mythologie der Zwerge ist der Glaube, daß sie ursprünglich aus dem sie umgebenden Stein erschaffen wurden. Dieser Glaube an den Stein und die ihm innewohnenden Kräfte durchzieht fast das gesamte Leben des Zwerges und drückt sich fast in allen seinen Lebensbereichen aus.
Zudem sind Zwerge sehr abergläubisch. Für alles was passiert, in Guten wie auch im Bösen, gibt es verantwortliche Mächte. Hauptsächlich äußert sich dieser Aberglaube allerdings weniger in direkten sakralen Handlungen (die bleiben den "Namenlosen" vorbehalten), sondern mehr in ausgiebigen Flüchen oder überschwenglichen Lobpreisungen. Nach dem volkstümlichen Glauben der Zwerge ist alles unterirdische beseelt, jeder Stollen, jede Lagerstätte hat ihre eigenen Geister, die machen, was sie wollen. Allein die Priester oder Magier können hoffen, mit Hilfe der ihnen zur Verfügung stehenden Kräfte die "Erdgeister" zu beeinflussen. Bei aufgeklärten Zwergen der Oberschicht ist es Mode geworden, nicht mehr an diese "Erdgeister" zu glauben. (Was die aufgeklärteren Zwerge jedoch nicht vor den Streichen dieser Geister bewahrt, falls es sie doch gibt. Nur zugeben würde das der gebildete Zwerg natürlich nie.)
Einer der Zwergenbräuche, der bei den Menschen immer wieder auf Unverständnis stößt, ist die Verehrung, welche die Ratte genießt. Bei den Zwergen gilt sie als Glücksbringer und kaum ein Haushalt, der nicht über ein bis zwei Ratten verfügt.
Sie sind fast schon Gegenstände der Verehrung und werden unverhältnismäßig oft in der Kunst als Motiv berücksichtigt. Jede Binge verfügt über mindestens ein Rattenstandbild in zentraler Lage und Rattenrennen gehören zu den Hauptbelustigungen an den zwergischen geweihten Tagen. Gerüchteweise ist die Ratte das heilige Tier der "Namenlosen von Goth".
Die Ratte ist auch das einzige Wesen, dessen Verzehr bei den Zwergen tabuisiert ist.
4. Geschichte der Zwerge von Rokh
Folgendes lehrt die Weisen Gilde von Telgaroth ihren Schülern:
Einstmals gab es, so geht die Sage, weit entfernt von Magira, eine Welt Namens "Calygon". Dort lebten in einem unfreundlichen und eisigen Land die Zwerge von Vacharoth. Diese Zwerge waren mächtig und stark, denn sie hatten sich mit den anderen Sippen der Zwerge vereinigt.
Groß und reich floß das Gold damals durch die Hände aller Zwerge und alle waren glücklich und zufrieden und lebten in Frieden mit den Großgewachsenen. Doch das Gold ward zum Fluche; Gier und Lüge hielt Einzug in die Herzen der Zwerge von Galgoroth und sie verrieten das Volk.
Streit zwischen den Sippen brach aus und allein die Sippe von Vacharoth wehrte sich gegen das schleichende Gift von Unwahrheiten und Ehrlosigkeit.
Allein, verlassen von allen anderen Sippen, blieb den Zwergen von Vacharoth nur die Möglichkeit der Flucht. Und so geschah es - unsere Vorfahren wurden ausgestoßen.
Sie zogen aus, eine neue Heimat zu suchen, welche sie in einem Land Namens "Karvie" fanden. Viele Zeitalter sind seitdem vergangen, und doch sind uns Karvie und die Berge von "Goth" unvergessen. Denn viele hohe Gebirge gab es dort, mit vielen Spritzen und Gletschern und weiten Höhlen und Gängen. Bald erstrahlte das Gebirge Goth in neuer Pracht, denn kunstfertig im Umgang mit Stein waren auch schon unsere Vorfahren. Sie schufen eine große Binge, prachtvoller als alles, was sie zurückgelassen hatten. Dort, in Goth, entdeckten sie auch das Geheimnis der Berge und der "Namenlosen von Goth". Jedoch ist dieses Wissen nur für die Hallenmeister und Priester bestimmt. Aber es hat uns gerettet.
Denn als die Zeit des Untergangs für die Welt Calygon kam, benutzten die Zwerge von Vacharoth das Geheimnis von Goth, um in eine andere Welt zu flüchten, in eine Welt, die nicht so schnell untergehen würde.
So kamen die Zwerge von Vacharoth nach Magira. Auch dort gab es einzelne Sippen von Zwergen und wieder machten sich die Zwerge von Vacharoth an die Einigung des Volkes. Mit der Hilfe der "Namenlosen von Goth" konnten die alten Fehler vermieden werde, die auf Calygon geschehen waren, und aus den Zwergen von Vacharoth und vielen Sippen der Zwerge von Magira entstand das Volk der Zwerge von Rokh.
4)Auch Krieger erhalten diese Ausbildung!
5)Magiratechnisch befindet sich dieses Zentrum und das Zwergenreich auf der estlichen Welt
6)Die Zwerge haben ein anderes Verhältnis zueinander als die Menschen. Untereinander mögen sie zwar öfters mal streiten, aber nach außen hin sieht das ganz anders aus. Wenn einem Zwerg von einem Draußenweltler Unbill geschieht sind sofort alle internen Querelen vergessen und es ist, als ob das, was einem Zwerg angetan wurde, dem ganzen Volk angetan wurde. Und das muß natürlich gerächt werden.
Ein altes Zwergensprichwort sagt: "Ich gegen meinen Gildennachbarn. Ich und mein Gildennachbar gegen ein Mitglied einer anderen Gilde. Ich, mein Gildennachbar und ein Mitglied einer anderen Gilde gegen die Draußenweltler." (Dieses Sprichwort haben einige Menschen von den Zwergen übernommen und abgewandelt)
Weswegen in der Literatur auch manchmal die Bezeichnung "Zwerge von Vacharoth" für das Volk der Zwerge verwendet wird. Was natürlich nicht stimmt. Aber die Zwerge sagen sich "wir sind Zwerge, egal wie man uns nennt" und es ist ihnen pickelegal.
8) Gerüchteweise hört man, daß ein Großteil der Steuern in die Gilde der Krieger fließt. Damit scheint sich das Zwergenreich gar nicht so sehr von seinem menschlichen Nachbarn zu unterscheiden.
9) Zwerge scheinen manchmal so stur wie der von ihnen so hoch angesehene Stein zu sein und können, wenn sie sich richtig aufregen, recht zornig und unüberlegt werden.
10) In einer berühmten Zwergensaga spaltet der Vater mit einer Wurfaxt den Zwergapfel auf dem Kopf seines Sohnes. Dieses Sagenmotiv wurde später von den Menschen übernommen und bekanntgemacht, stammt aber in Wirklichkeit aus dem Zwergenreich.
11)Wobei natürlich das Opfer im Besitz des Priesters verbleibt. Was diesem als Mittler göttlichen Wohlwollens auch zusteht. Auch darin unterscheiden sich die Zwerge nicht so sehr von den Menschen
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